neue SVM-Zeitregelung?! zum Mitdiskutieren für alle!!

 

 

[quote=F.R.]

Eine "lustige" Geschichte am Rande (wobei für die beteiligten Spieler eher weniger):

 

Als wir (Monheim II) heute in Köln gg. Lasker II gespielt haben, sollte zeitgleich in der NRW-Klasse gespielt werden (Lasker I - Porz II).

 

Es war aber offenbar nicht möglich, die Uhren auf diesen neumodischen Zeitmodus einzustellen. Der Schiedsrichter und ein paar Unerschrockene haben mehr als eine halbe Stunde Bedienungsanleitungen studiert - offenbar ohne Erfolg.

Jedenfalls wurde der Kampf gar nicht begonnen, Lasker hat vermutlich 0-8 (kl) verloren.

Dabei waren die Uhren angeblich sogar von Schachbund NRW empfohlen.

 

Mein Gott, was für ein Irrsinn!

Hoffentlich wird dieser Zeitmodus bald wieder abgeschafft (bzw. gar nicht erst eingeführt)!

editiert von: F.R., 20.09.2009, 20:31 Uhr [/quote]

 für solche Spieler, wie F.R., die in jeder Partie in hochgradige Zeitnot geraten, weil sie einfach mit ihrer Zeit nicht wirtschaften können, ist doch dieser Modus gerade gemacht worden! Ein Selbstschutz quasi!

Hatte gestern übrigens auch das Vergnüngen in der NRW-Klasse mit dem neuen Modus zu spielen.Dort gab es allerdings keine Probleme mit der Uhreneinstellung, Schiri und Mannschaftsführer der Heimmannschaft kannten sich bestens aus und der Kampf begann pünktlich.

[quote=DemFMseinVater]

F.R., wenn schon Bericht, dann bitte nicht vergessen, den interessierten Lesern auch das Spielergebnis mitzuteilen. Stimmt es, dass unser SRW-Vertreter sang- und klanglos gegen Lasker untergegangen ist?

Smiley 

Unsere Schachfreunde von Bayer I sollen zum Meisterschaftsauftakt nur ein halbes Pünktchen geholt haben, während die Langenfelder Schachfreunde  einen 7,5-Sieg hingelegt haben.

[/quote]

Auch, wenn das hier der falsche Thread dafür ist:

 

MITNICHTEN sang- und klanglos, immerhin wurde am Spitzenbrett 5:05 Stunden hart und unnachgiebig um das vierte Remis gekämpft - ein Luxus, den sich Bayer dem Vernehmen nach nicht geleistet hat (?)


F.R., wenn schon Bericht, dann bitte nicht vergessen, den interessierten Lesern auch das Spielergebnis mitzuteilen. Stimmt es, dass unser SRW-Vertreter sang- und klanglos gegen Lasker untergegangen ist?

Smiley 

Unsere Schachfreunde von Bayer I sollen zum Meisterschaftsauftakt nur ein halbes Pünktchen geholt haben, während die Langenfelder Schachfreunde  einen 7,5-Sieg hingelegt haben.

Eine "lustige" Geschichte am Rande (wobei für die beteiligten Spieler eher weniger):

 

Als wir (Monheim II) heute in Köln gg. Lasker II gespielt haben, sollte zeitgleich in der NRW-Klasse gespielt werden (Lasker I - Porz II).

 

Es war aber offenbar nicht möglich, die Uhren auf diesen neumodischen Zeitmodus einzustellen. Der Schiedsrichter und ein paar Unerschrockene haben mehr als eine halbe Stunde Bedienungsanleitungen studiert - offenbar ohne Erfolg.

Jedenfalls wurde der Kampf gar nicht begonnen, Lasker hat vermutlich 0-8 (kl) verloren.

Dabei waren die Uhren angeblich sogar von Schachbund NRW empfohlen.

 

Mein Gott, was für ein Irrsinn!

Hoffentlich wird dieser Zeitmodus bald wieder abgeschafft (bzw. gar nicht erst eingeführt)!





editiert von: F.R., 20.09.2009, 20:31 Uhr
6 Stunden bis zur Hängepartie, dann noch einmal 3-4 Stunden bis zum Remis. Da brauchen wir nicht bei den alten Meistern suchen, hatte ich auch mal. 

Auch ich finde das wir keine Bedenkzeitveränderung brauchen. Denn wenn ich das mal hochrechne, dann komme ich insgesamt bei 60 Züge auf rund 7 Stunden 10 Minuten insgesamt. 

Wenn man dann noch bedenkt, das damals eine Zeitregelung eingeführt worden ist, damit Partien nicht entlos gehen, wie in den Anfängen des Turnierschachs wo Partien durchaus 10 und mehr Stunden gedauert hat, zwischen den Altmeistern des Schachs. Wo man damals festgestellt hat, das es einfach zu lange dauert, und damit unatraktiv wird. Und auch das Hängepartien abgeschafft wurden, weil auch diese Partien zu lange andauerten, bzw. Ergebnissverfälschungen  mit sich führten etc.

Und jetzt wieder ein Rückschritt??? Das finde ich eher bedenklich, und ich sehe auch keine Sachliche Grundlage dafür. Die momentane Zeitregelung hat sich etabliert, und hat sich bewährt. Warum ändern???

Also alles in Alem ein seltsamer Vorschlag, ohne für mich ersichtlichen Grund.

Sehr interessant zu verfolgen, wie sich diese Diskussion entwickelt. Zunächst die Frage nach der Bedenkzeit im SVM. Dann folgen Uhrenprobleme etc. und endlich endet es wieder bei der immer wieder beliebten Frage nach dem richtigen oder falschen Spieltag im SRW. Freue mich schon auf die entsprechenden sinnlosen Bedenkzeitdiskussionen im Turnierausschuss, obwohl es ja bislang gar keinen Grund gibt, irgendwelche Änderungen bzgl. Bedenkzeit im Kreis vorzunehmen. Es geht doch alleine um den SVM. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Den SVM-Ansichten widersetzen wir uns ja bisher auch schon in anderen Dingen...
[quote=kaylay]

Etwas anderes als max. 2 Std 30 Min könnt ihr bei Euren Spielterminen auch kaum machen, wenn jetzt ein Verein ab 20 Uhr Vereinsabend hat, spielt ihr jetzt ja schon bis nach Mitternacht. Bei 7 Std Gesamtbedenkzeit würde das ja locker bis 3 Uhr gehen.

[/quote]

Unser beliebtes Thema. Ich hatte es extra nicht erwähnt. Aber egal ob Donnerstag oder Sonntag, mir reichen 5 Stunden völlig. Gibt ja auch nette Turniere die 2 Runden an einem Tag spielen, da ist was anderes wie 5 Stunden auch unrealistisch.


[quote=chessmaster]

... Grundsätzlich sehe ich keinen Grund eine Veränderung der Bedenkzeit vorzunehmen, Rainer hat es ja schon gut zusammengefasst. Variante 3 der von Rotkäppchen vorgestellten Bedenkzeiten ist mir immer noch am liebsten.

[/quote]

Dem kann ich mich nur anschließen.

Wir haben keine einzige Digital-Uhr im Verein und auch nicht die Mittel, welche anzuschaffen! Darüber hinaus können Partien bei den ersten beiden Varianten durchaus länger als 5 Stunden dauern, und das ist bei Spielterminen unter der Woche schon grenzwertig. Variante 4 scheidet damit auch völlig aus.

Damit plädiere ich auch unbedingt für das Beibehalten der aktuellen Spielzeitregelung 2h/40 + 30 Rest. Damit sind wir auch auch weiterhin FIDE-konform!

 




Etwas anderes als max. 2 Std 30 Min könnt ihr bei Euren Spielterminen auch kaum machen, wenn jetzt ein Verein ab 20 Uhr Vereinsabend hat, spielt ihr jetzt ja schon bis nach Mitternacht. Bei 7 Std Gesamtbedenkzeit würde das ja locker bis 3 Uhr gehen.

[quote=F.R.]

Dann kann man ja niemals weniger als 30 Sek. pro Zug haben... geschweige denn 10 Sek. pro 5 Züge ?!

ABGELEHNT! 

[/quote]

Du kannst ja immer bis 1 Sekunde runter laufen lassen und dann drücken. Dann bleibt dir noch ein wenig Zeitnot Feeling übrig. Mit den 10 Sek. für 5 Züge kann dir dann allerdings nicht mehr geholfen werden, auf diese Sucht musst du dann verzichten. Smiley  Damit müsste deine DWZ ganz schön abschmieren, die guten Züge findest du ja meist erst ab 30 Sekunden auf der Uhr. Smiley

Partien gewinnen durch aussitzen, auch nicht schlecht. Früher gab es ja noch die Rettung durch Hängepartien, der aktuelle Vorschlag scheint mir einige neue Optionen zu bieten. Smiley Die Frage nach den Digital-Uhren alleine reicht m.E. auch nicht. Der Modus ist ja ziemlich komplex und da dürfte manch älteres Modell doch seine Schwierigkeiten mit haben. Ich werde Donnerstag mal unsere Geräte prüfen.

Grundsätzlich sehe ich keinen Grund eine Veränderung der Bedenkzeit vorzunehmen, Rainer hat es ja schon gut zusammengefasst. Variante 3 der von Rotkäppchen vorgestellten Bedenkzeiten ist mir immer noch am liebsten. Gibt durchaus anspruchsvolle Partien und gegebenfalls am Ende noch sehr spannende Zeitnotphasen. Zuschauer freundlicher ist es auch, da kann man so nach 3 Stunden erscheinen und kriegt dennoch alle Dramen mit. Pro 2 Stunden 30.  Da kann man auch 2 Runden an einem Tag spielen.

Dann kann man ja niemals weniger als 30 Sek. pro Zug haben... geschweige denn 10 Sek. pro 5 Züge ?!

ABGELEHNT! 

Es gibt ja zum Glück nicht nur zwei FIDE-Zeitmodi sondern deren vier. Man sollte schon alle nennen.

1. 90 Minuten für 40 Züge, anschließend eine Zusatzbedenkzeit von 30
Minuten. In beiden Zeitphasen beträgt der Zeitbonus pro Zug 30
Sekunden.

2. 100
Minuten für 40 Züge, anschließend 50 Minuten für 20 Züge, sowie 15
Minuten Zusatzbedenkzeit. In allen drei Zeitphasen beträgt der
Zeitbonus pro Zug 30 Sekunden.

3. Zwei Stunden für 40 Züge, anschließend 30 Minuten
für den Rest der Partie.

4. Zwei Stunden für 40 Züge, eine Stunde für
weitere 20 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie

Im SRW wird also nach einem legalen FIDE-Zeitmodus gespielt.





editiert von: Rotkäppchen, 20.02.2009, 18:47 Uhr
Ich habe die Vorzüge des neuen Bedenkzeit-Vorschlags nicht verstanden... Smiley
Aus meiner Sicht eine sehr schöne Antwort!

Und hier meine Antwort, wie seht ihr das? :


Liebe Entscheidungsträger!

 

Aus unserer Sicht spricht eine Menge gegen die neue Regelung:

 

- Die Gesamtspieldauer verlängert sich wieder von zurzeit maximal 6 Stunden auf 6 Stunden + 2x15min + x! Auch so kommt man sonntags teilweise erst nach 17:30 Uhr von einem Mannschaftskampf zurück. In einer Zeit, in der viele Arbeitnehmer und vor allem Selbstständige eine 6-Tage-Woche haben, bleibt der Sonntag als einziger freier Tag. So gern man dem Hobby des Schachspiels auch frönt, irgendwo ist eine Schmerzgrenze erreicht.

- Es ist ein Schritt in die falsche Richtung, wenn man die Attraktivität des Schachspiels vergrößern und (dringend benötigte) neue Caissa-Jünger werben möchte: a) wie oben beschrieben dauern Turnierpartien endlos lange, b) das Reglement wird immer komplizierter, c) Zeitnotphasen haben einen absoluten Reiz!

- Eine gute Zeiteinteilung ist seit jeher Basiskompetenz eines jeden Schächer, diese würde doch deutlich beschnitten werden durch die Bevormundung: "Wir nehmen dir 20min deiner Zeit und geben sie dir häppchenweise zurück, weil du offensichtlich nicht so gut damit umgehen kannst!"

- Last but not least: WIR haben nur zwei elektronische Uhren (die aber niemand nutzt) und ich denke, vielen weiteren kleinen Vereinen geht es ähnlich. Ich wüsste auch nicht, wo wir spontan das Geld für einen kompletten Satz plus Ersatzuhren auftreiben sollten. 

 

Sofern die Meinung von meiner Seite. Ich werde die Diskussion mal als Thread im Forum der SVG Königsspringer Leverkusen einstellen. Das ist, meiner Erkenntnis nach, das bestbesuchte Forum im Schachverband!

 

Viele Grüße aus Baumberg

 

Rainer Becker

 

1. Vorsitzender SC Baumberg '58 e.V.

Mannschaftsführer 1. Mannschaft

Hallo SRW'ler!


Ich denke, nachfolgende Mail trifft auf ein breites Interesse. Lasst uns doch mal das Thema eruieren!


Gruß Rainer


Liebe Schachfreunde,


der Bundesspielausschuss hat auf Basis einer Umfrage für den Spielbetrieb des Schachbundes NRW
folgende Bedenkzeitregelung für normale Partien beschlossen:


Die Bedenkzeit beträgt je Spieler(in) 100 Minuten für 40 Züge, Zusatzbedenkzeit 50 Minuten für
weitere 20 Züge, weitere Zusatzbedenkzeit 15 Minuten, in allen drei Zeitphasen 30 Sekunden
Zeitzuschlag pro ausgeführtem Zug.


Ein Vorteil dieser Regelung ist, dass es keine Zeitnotphase mehr gibt, da immer mitgeschrieben werden muss.
Ein weiterer Vorteil ist es, das es keine Reklamation mehr nach FIDE-Regel 10.2 (2-Minuten) mehr gibt.


Damit diese Bedenkzeit auch im SVM zur Spielzeit 2010/2011 eingeführt werden kann, ist es jedoch
Voraussetzung, dass die Vereine, im Spielbetrieb des SVM, elektronische Uhren besitzen.


Somit komme ich nun zu meiner Frage: Welcher Verein besitzt bereits elektronische Uhren oder beabsichtigt,
sich solche anzuschaffen.


Zweite Frage: Soll diese Bedenkzeit überhaupt eingeführt werden oder wünscht man die Bedenkzeit:
2 Stunden für 40 Züge, Zusatzbedenkzeit 1 Stunde für 20 Züge und eine halbe Stunde für den Rest der
Partie (ohne elektronische Uhr möglich) oder soll die bisherige Bedenkzeitregelung, die nicht mehr
FIDE-konform ist, beibehalten werden?


Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar. Vereine, die sich nicht an dieser Umfrage beteilgen, sollen
aber dann später nicht meckern, wenn Ihnen das Ergebnis nicht passt.


Im Voraus vielen Dank für Eure Bemühungen.


Beste Wünsche noch für die Karnevalstage


Werner Frehen